Am 26. Juli 2009 hat die CDU-Bezirksfraktion Hamburg-Mitte anläßlich des 66. Jahrestages des Feuersturms über Hamburg 1943 an die Opfer der alliierten Bombenangriffe gedacht und hierzu beim Denkmal „Terrassenhaus“ im „Hexenpark“ am Billhorner Deich in Rothenburgsort einen Kranz niedergelegt. Das „Terrassenhaus“ wurde zum 60. Jahrestag des Feuersturms über Hamburg errichtet und ist einer von 1880 bis 1943 im Arbeiterviertel Rothenburgsort gängigen Hausform nachempfunden.

An der Kranzniederlegung haben wie in den vergangenen Jahren auch Überlebende des Feuersturms teilgenommen und über ihre persönlichen Erlebnisse berichtet. Im Rahmen der „Operation Gomorrha“ sind in der Zeit vom 24. bis zum 29. Juli 1943 die zentralen Stadtteile Borgfelde, Hamm, Hammerbrook und Rothenburgsort fast gänzlich zerstört worden und dabei sind ca. 40.000 Menschen zu Tode gekommen.
In seiner Ansprache mahnte der stellv. Fraktionsvorsitzende und Kandidat für den Deutschen Bundestag, Christoph de Vries, dass die vielen unschuldigen Opfer auf allen Seiten ein bleibender Auftrag seien, kriegerische Auseinandersetzungen zu verhindern: „Jedes Jahr gibt uns die Hitze Ende Juli eine kleine Vorstellung, welche Bedingungen im Sommer 1943 herrschten, als nach langer Trockenheit die Bombenangriffe zu einem tosenden, tödlichen Feuersturm über Hamburg führten. Die anwesenden Zeitzeugen erinnern uns mit ihren individuellen Geschichten aus den Bombennächten, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist und wir aufgefordert sind, die wehrhafte Demokratie zu stärken und dauerhaft daran zu arbeiten, dass auch unsere Kinder in Frieden und Freiheit aufwachsen können.“
Der Initiator der Gedenkveranstaltung Holger Schmidt: „Mit der Kranzniederlegung beim ‚Terrassenhaus’ wollen wir ohne Schuldzuweisungen vor Ort an das unvorstellbare Leid in Hamburg im Sommer 1943 erinnern. Wir gedenken zum Jahrestag des Feuersturms den Menschen, deren Lebensläufe damals ein abruptes Ende gefunden haben. Mit dem ‚Terrassenhaus’ haben die namenlosen Opfer ein Gesicht erhalten und wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass die Umgebung dieser Gedenkstätte ansprechend gestaltet wird.“