Mit einer Gedenkveranstaltung am Terrassenhaus in Rothenburgsort hat die CDU-Bezirksfraktion am gestrigen Sonntag der zahlreichen Opfer der sogenannten „Operation Gomorrha“ gedacht. Bezirksabgeordneter Holger Schmidt, der vor sechs Jahren diese Reihe initiiert hatte, konnte zu der Kranzniederlegung den Bürgerschaftsabgeordneten Christoph de Vries begrüßen.
In seiner Rede wies Christoph de Vries darauf hin, dass es im Zusammenhang mit diesem schrecklichen Ereignis, das so prägend für die jüngere Geschichte dieser Stadt sei, an einer Erinnerungskultur fehle: „Wir brauchen eine geeignete Umgangsform, um diesen Teil der Vergangenheit im Bewusstsein der Bürger zu halten und gezielt zu vergegenwärtigen“, so de Vries. „Aus dem Grunde unterstütze ich auch weiterhin aus tiefster Überzeugung die Bemühungen der Bezirksfraktion Hamburg-Mitte.“
Holger Schmidt hält die kriegsbedingte Zerstörung der Stadtteile Hamm, Hammerbrook, Borgfelde und Rothenburgsort für prägend auch für die heutige Gestalt der Stadtteile: „Bei dem Bombardement wurden fast sämtliche Häuser zerstört. Aus dem Grunde ist das heutige Stadtbild hier von der Bebauung der 50er und 60er Jahre geprägt.“ Vor dem Krieg sei das Terrassenhaus typisch für diese Gegend gewesen.
Das Denkmal im „Hexenpark“ (Carl-Stamm-Park) bildet ein solches Terrassenhaus nach. Es wurde aus Anlass des 60. Jahrestages des Hamburger Feuersturms auch zum Gedenken der Opfer des Zweiten Weltkrieges und der Gewaltherrschaft auf Initiative der CDU-Fraktion hin errichtet. In den Bombennächten vom 24. bis 29. Juli 1943 wurden in Hamburg über 32.000 Menschen getötet.
„Angesichts der zahlreichen Opfer und der dramatischen Ereignisse erscheint diese Kranzniederlegung wie ein hilfloser Akt“, stimmt Holger Schmidt der Auffassung von Christoph de Vries zu. Aber es sei ein Akt gegen das Vergessen und daher in jedem Jahr von großer Bedeutung.