Gedenken an die Juli-Katastrophe 1943
Kein Ereignis hat sich in das kollektive Gedächtnis unserer Stadt dermaßen eingebrannt, wie die Bombardierung Hamburgs durch britische Kampfbomber im Juli 1943. Was für viele Deutsche der Beginn der Befreiung von der nationalsozialistischen Zwangsherrschaft war, bedeutete für die Hamburger unendliches Leid und die Vernichtung ganzer Stadtteile. Für die nachfolgenden Generationen ergibt sich daraus auch Jahrzehnte später noch die Verpflichtung zum Gedenken und Erinnern.

Am 25. Juli 1943 gingen die ersten Bomben über Hamburg nieder. In den darauf folgenden Tagen sollten es Tausende werden. Ganze Stadtteile gingen in Flammen auf. In der Nacht vom 27. auf den 28. Juli entwickelte sich ein Feuersturm und damit die größte Brandkatastrophe, die bis dahin eine deutsche Stadt je getroffen hatte. Besonders betroffen waren die östlichen Stadtteile Hamm, Hammerbrook, Borgfelde und Rothenburgsort, die im Zentrum des Feuersturms lagen.
Die CDU-Bezirksfraktion Hamburg-Mitte sieht sich in einer Tradition des Erinnerns an die Ereignisse von vor nunmehr 67 Jahren. Zum … Mal haben wir an diesem letzten Sonntag im Juli mit einer Kranzniederlegung dieser Katastrophe gedacht. Dazu der Initiator der Gedenkreihe, Holger Schmidt: „Wieder einmal könnte der Kontrast zwischen diesem schönen Ferienwochenende und den Kriegsereignissen heute vor 67 Jahren größer nicht sein. Auch damals haben sich die Bewohner hier im Stadtteil über die sonnigen Sommertage gefreut bis schließlich wenig später alles in Flammen aufging.“
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Bezirksfraktion, Christoph de Vries, wies darauf hin, welche Folgen die Vernichtung der genannten Stadtteile auch für das heutige Stadtbild haben. Das Terrassenhaus im Hexenpark gibt einen Eindruck von der in Rothenburgsort typischen Vorkriegsbebauung. „Ein Stadtteil kann für die Bürger ohne Geschichtsbewusstsein nicht Heimat werden“, so Christoph de Vries. „Aus dem Grunde dürfen wir auch in Zukunft nicht nachlassen, die Juli-Katastrophe von 1943 immer wieder in Erinnerung zu rufen“.

